© DOMiD Sophia Firgau

DOMiD

Seit 1990 sammelt, bewahrt und erforscht DOMiD, das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland, Migrationsgeschichte(n). Von Migrantinnen und Migranten gegründet, umfasst DOMiDs einzigartige, aus der Zivilgesellschaft gewachsene Sammlung inzwischen mehr als 150.000 vorwiegend alltagsgeschichtliche Zeugnisse, die multiperspektivisch die Migrationsgeschichte Deutschlands von 1945 bis heute erzählen.

Das „Gedächtnis der Migrationsgesellschaft“ lagert bei uns nicht nur im Archiv, sondern findet als Wissensschatz und Perspektive Eingang in Projekte und Bildungsmaterialien: Als außerschulischer Lernort eignet sich DOMiD für Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9, für Gruppen non-formaler Bildungseinrichtungen, für Studierende, für Multiplikator*innen sowie für Mitarbeiter*innen interessierter Organisationen und Institutionen. Neben dialogischen Führungen in unserer Flurausstellung sowie in Archiv und Sammlung bieten wir Workshopformate zu migrationsgesellschaftlich relevanten Themen für unterschiedliche Zielgruppen an.

Mehr Infos zum Lernort

Museum Selma. Deutschland, neu erzählt
Aktuell entwickelt DOMiD inhaltlich federführend das Museum Selma – das erste Museum zur deutschen Migrationsgeschichte. In einer ehemaligen Industriehalle des einstigen Klöckner-Humboldt-Deutz-Konzerns (KHD) entsteht ein einzigartiger Kulturort, der auf rund 10.000 Quadratmetern die Geschichte Deutschlands neu erzählt. DOMiD entwickelt dieses neue Museum inhaltlich – ein Museum, dass alle Menschen einlädt, die Migrationsgesellschaft mit ihren individuellen und kollektiven Erfahrungen und Erinnerungen zu erleben und mitzugestalten.

www.museum-selma.de

DOMiDs Flurausstellung & Archiv
Bis zur Eröffnung des Museum Selma bleibt die Flurausstellung im DOMiD in Köln-Ehrenfeld für maximal drei Besuchende gleichzeitig zugänglich. Objekte und Objektgeschichten aus der einzigartigen DOMiD- Sammlung können hier im Rahmen der Öffnungszeiten der Geschäftsstelle (Mo-Fr: 9-17h) eigenständig erkundet werden.

Daneben ergänzen Gruppenführungen und Workshopangebote das Bildungsprogramm. domid.org/bildungsangebote. Für die Bildungsangebote stehen bei DOMiD begrenzte Kapazitäten zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich frühzeitig, um in eine Terminfindung einzutreten.

Für Recherchen im DOMiD-Archiv ist eine Voranmeldung möglich: domid.org/recherche/archiv

Öffnungszeiten und Kontakt

  • Mo. - Do., 9:00 - 17:00 Uhr,
    Fr., 9:00 - 12:00 Uhr
  • 4. Etage des Bezirksrathaus Ehrenfeld, Venloer Straße 419, 50825 Köln
  • Telefon: 0221 – 800 28 30
  • Kontaktformular: domid.org/kontaktformular

Bildungsangebote & Preise

  • Führungen (90 Minuten): 150 Euro
    ergänzender Impulsvortrag zur Geschichte DOMiDs und konzeptionellen Fragestellungen des Museum Selma (+ 30 Minuten): + 50 Euro
  • #1 Workshop "Migration und ich – Migrationsgeschichte(n) entdecken"
    Dauer: 120 min, 200 Euro
    Max. 20 Personen
  • #2 Workshop „Wir sind keine Statist*innen“
    Dauer: 120 min, 200 Euro
    Mit Führung 180 min, 300 Euro
    Max. 20 Personen
  • #3 Workshop „Power! Migration als Perspektive auf Geschichte und Gegenwart in der Gesellschaft der Vielen“ (für Schulen im Courage-Netzwerk)
    Dauer: 180 min, 300 Euro
    Max. 20 Personen
  • #4 Workshop „Migrationsgeschichte(n) – Perspektivität pädagogischen Handelns in der postmigrantischen Gesellschaft“ (für Multiplikator*innen und Lehrkräfte)
    Dauer: 180 min, 300 Euro
    Max. 20 Personen

Links:

Lernangebot

Migrationsgeschichte(n) entdecken

Lernende entdecken die vielfältigen Geschichten und Perspektiven des DOMiD-Archivs, der bundesweit größten Sammlung zu Migrationsgeschichte(n).

Jahrgangsstufen
ab 9. Klasse, Oberstufe

Unterrichtsfächer
Geschichte, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre, Geografie, Projektkurse

Zum Lernraum

Der Besuch vor Ort

Fachbezug

  • Jahrgangsstufen:
  • ab 9. Klasse, Oberstufe
  • Unterrichtsfächer:
  • Geschichte, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre, Geografie, Projektkurse
  • Zeitliche Anforderungen:
  • Vorbereitung: variabel (je nach Anzahl und Auswahl der Lernbausteine 30 – 90 min)
    Nachbereitung: variabel (je nach Anzahl und Auswahl der Lernbausteine (45 min – 90 min, evtl. + individuelle Projektzeiten)

Lernen vor Ort

  • Gruppengröße:
  • Max. 20 Teilnehmende (bei größeren Lerngruppen empfiehlt sich eine Rücksprache mit den DOMiD-Mitarbeitenden)
  • Besuchsdauer:
  • Je nach gebuchtem Format zwischen 90 min und 180 min
  • Kosten:
  • Je nach Format und Dauer unterschiedlich (siehe Webseite)
  • Technische Ausstattung:
  • Offener WLAN-Zugang; keine Ausleihe von Tablets o.ä. möglich
  • Nur Online-Besuch:
  • Nein

Lehrplanbezüge

Kernlehrpläne Geschichte, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre, Geografie

Inhalte

Die Inhalte und Ziele variieren tendenziell je nach gebuchtem Format. Informationen zu jeweiligen Themen und Zielsetzungen finden sich in den beschreibenden Texten der Workshops auf der DOMiD-Homepage.

  • Anhand archivalischer Dokumente und Objekte lernen Schülerinnen und Schüler die Arbeit eines Dokumentationszentrum kennen.
  • Schülerinnen und Schüler entdecken individuelle und kollektive Perspektiven und Erfahrungen von Menschen in der langen Migrationsgeschichte Deutschlands
  • erörtern die Normalität und Diversität von Migrationsgeschichte(n)
  • befragen gängige Bilder und Stereotype zum Themenfeld „Migration“
  • entwickeln quellenbasiert subjektive, multiperspektivische Narrative

Die Schülerinnen und Schüler

  • entdecken Migration als Perspektive auf Geschichte und Gesellschaft
  • de- und rekonstruieren multiperspektivische Vergangenheitserzählungen und -deutungen
  • erlangen kritische erinnerungskulturelle Kompetenzen durch die Befragung erinnerungskultureller Narrative und gesellschaftlicher Wissenskanons
  • stellen Bezüge zu gegenwartspolitischen Debatten her
  • erweitern ihre geschichtskulturellen Kompetenzen
  • befragen und bewerten die Sammlungstätigkeit von Archiven
  • erweitern ihr migrationsgeschichtlichen Wissens
  • erproben eine differenzfreundliche, diskriminierungskritischen Haltung
  • erweitern ihre Fähigkeiten in der kritischen und aktiven Teilhabe an migrationsgesellschaftlichen Debatten