© Foto: NS-DOK, Nathan Ishar

Das Kölner EL-DE-Haus

Im EL-DE-Haus, benannt nach den Initialen des Erbauers, des Uhren- und Schmuckgroßhändlers Leopold Dahmen, hatte von 1935 bis 1945 die Geheime Staatspolizei (Gestapo) ihre Zentrale. Von hier aus überwachte sie die Bevölkerung, unterdrückte die Opposition, verhörte und folterte, Organisierte die Ausgrenzung und Deportation der als jüdisch verfolgten Menschen.

Im Keller befand sich das Hausgefängnis. In den Gefängniszellen sind hunderte Wandinschriften der Häftlinge erhalten, die den nationalsozialistischen Terror eindrücklich vor Augen führen.

Heute hat das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK) seinen Sitz im EL-DE-Haus. Der Keller und die ehemaligen Büroräume der Gestapo sind zugänglich: Ausstellungen erläutern die Gewalt, die vom Haus ausging. Die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ präsentiert die Stadtgeschichte während der NS-Zeit.

Das NS-DOK ist der zentrale Ort für die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Köln und Umgebung. Als Museum und Gedenkstätte sammeln und bewahren wir Zeugnisse und Lebensgeschichten zur NS-Zeit, wir forschen und machen Ausstellungen. Mit Bildungs-, Beratungs- und Veranstaltungsangeboten richten wir den Blick auch auf die heutige Gesellschaft, wollen informieren und sensibilisieren. Gegenüber den Opfern der NS-Verfolgung und ihren Angehörigen sehen wir uns in besonderer Verantwortung.

Mehr Infos zum Lernort

Wenn Sie das NS-DOK mit einer Gruppe besuchen und eine Führung buchen möchten, finden Sie hier alle Informationen.

Öffnungszeiten:

Di – Fr: 10 – 18 Uhr
Sa, So und Feiertage: 11 – 18 Uhr
1. Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen): 10 – 22 Uhr (Kölner*innen haben freien Eintritt)

Eintritt:

Regulärer Eintritt: 4,50 €
Ermäßigter Eintritt: 2 €

Ermäßigten Eintritt haben Studierende und Auszubildende, Menschen mit Behinderung ab 50 % GdB (1 Begleitperson frei), Freiwilligendienstleistende und Empfänger*innen von Arbeitslosengeld und Grundsicherung.

Freier Eintritt für Schüler*innen, minderjährige Kölner*innen, Inhaber*innen des Köln-Passes, Mitglieder von ICOM oder Museumsbund, Mitglieder des Fördervereins EL-DE-Haus

Adresse:

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln

Telefonnummer: +49 (0) 221 221-26332
Email-Adresse: nsdok@stadt-koeln.de

Bei Fragen nutzen Sie gerne unser Kontaktformular.

Anreise:

Der Kölner Hauptbahnhof liegt nur 600 Meter (8 Gehminuten) entfernt. Alternativ erreichen Sie uns per U-Bahn (Haltestelle „Appellhofplatz“) mit den Linien 3, 4, 5, 16 und 18.

Parkmöglichkeiten: Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Bei Anreise mit dem Auto finden Sie in unmittelbarer Umgebung das Parkhaus Opern Passagen sowie das Parkhaus Quincy / Breite Straße.

Lernangebot

©
ErinnernugskulturEN

Erinnern und Vergessen - kollektiv und individuell: Was wollen wir erinnern? Was ist uns als Gesellschaft – was ist mir persönlich wichtig? Wie wird die öffentliche Erinnerung durch die Denkmäler im Stadtraum geprägt?

Der Workshop stellt Fragen, zu den sich die Teilnehmenden selbst positionieren müssen: einführend durch verschiedene allgemeine Impulse – auf dem Weg in Kleingruppen zu unterschiedlichen Erinnerungsmalen im Stadtraum – bei der abschließenden Vorstellung und Diskussion im Plenum.

Mit der Diskussion um das Reiterstandbild von Wilhelm II, den Stolpersteinen im Stadtraum, dem EL-DE-Haus, dem öffentlichen Gedenken an Edith Stein und der Erinnerung an den NSU Anschlag in der Probsteigasse sind es ganz unterschiedliche Facetten der Erinnerungskultur, die in dem Workshop thematisiert werden.

Zur Navigation und weiteren Information auf dem Weg der Kleingruppen durch den näheren Stadtraum bringen Sie bitte eigene Smartphones mit.

Buchung und weitere Informationen unter: museenkoeln.de | Buchung

Jahrgangsstufen
ab Jahrgang 10

Unterrichtsfächer
Geschichte, Gesellschaftslehre, Politik, Sozialwissenschaften

Zum Lernraum

Der Besuch vor Ort

Fachbezug

  • Jahrgangsstufen:
  • ab Jahrgang 10
  • Unterrichtsfächer:
  • Geschichte, Gesellschaftslehre, Politik, Sozialwissenschaften

Lernen vor Ort

  • Gruppengröße:
  • Klassen- bzw. Kursgröße
  • Besuchsdauer:
  • 180 Minuten
  • Kosten:
  • 90 Euro. Für Kölner Schulen sind sämtliche pädagogischen Angebote des NS-DOK kostenfrei.

Technische Voraussetzungen

  • Lernort:
  • Bitte für die Arbeitsphase in vier Kleingruppen jeweils ein Smartphone zur Navigation mitbringen.

Lehrplanbezüge

Gesellschaftslehre, Sek I, Jahrgangsstufen 7 – 10, zweite Stufe

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • erörtern Möglichkeiten, aus der Vergangenheit Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft abzuleiten. (UK7 Geschichte, fachspezifisch)
  • erörtern die sich aus der nationalsozialistischen Vergangenheit ergebende historische Verantwortung im Umgang mit der eigenen Geschichte, (Geschichte, fachspezifisch, Inhaltsfeld 11)
  • beurteilen öffentliche Kontroversen zur Bewertung des Nationalsozialismus sowie zu seiner heutigen und zukünftigen Bedeutung für das Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland. (Geschichte, fachspezifisch, Inhaltsfeld 11)

Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen (1. Aufl 2014)

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart (SK5),
  • beziehen angeleitet Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3),
  • entscheiden sich begründet für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur (HK4),
  • entwerfen, ggf. in kritischer Distanz, eigene Beiträge zu ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur (HK5),
  • präsentieren eigene historische Narrationen und nehmen damit am (schul-)öffentlichen Diskurs teil (HK6)

Qualifikationsphase

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • identifizieren Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart (SK5),
  • erläutern Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart unter dem Aspekt der Gemeinsamkeiten und dem der historischen Differenz (SK6)
  • beziehen Position in Debatten um gegenwärtige Verantwortung für historische Sachverhalte und deren Konsequenzen (HK3),
  • entscheiden sich für oder gegen die Teilnahme an Formen der öffentlichen Erinnerungskultur und begründen ihre Entscheidung differenziert (HK4),
  • nehmen, ggf. in kritischer Distanz, an ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur mit eigenen Beiträgen teil (HK5),
  • beurteilen, unter Beachtung der jeweiligen Perspektive, verschiedene historische Formen der kollektiven Erinnerung an die NS-Gewaltherrschaft, den Holocaust sowie die Verfolgung und Vernichtung von Minderheiten und Andersdenkenden (Leistungskurs)